Dauer: 35 Min.

Kurzbeschreibung

Sexuelle Belästigung passiert oft nicht „laut“, sondern schleichend: ein Kommentar, ein Blick, eine Berührung, ein „War doch nur ein Spaß“. Für Betroffene ist es selten harmlos – für Außenstehende oft schwer einzuordnen. Dieser Vortrag schafft Klarheit: Was ist sexuelle Belästigung – rechtlich, gesellschaftlich und im konkreten Alltag? Anhand von Daten und Fakten beleuchten wir, wie häufig Belästigung vorkommt, welche Formen sie annehmen kann und warum Täter-Opfer-Umkehr so wirksam ist. Wir schauen speziell auf den Arbeitsplatz, wo Machtgefälle, Abhängigkeiten und Teamdynamiken eine besondere Rolle spielen, und auf den öffentlichen Raum, in dem Grenzen ebenso überschritten werden. Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage: Einschreiten – ja oder nein? Und wenn ja: wie, ohne sich selbst zu gefährden und ohne die Situation für Betroffene zu verschlimmern? Am Ende steht nicht nur Wissen, sondern Handlungssicherheit – und ein gemeinsames Verständnis dafür, warum Prävention, Haltung und klare Prozesse entscheidend sind.

#SexuelleBelästigung #Übergriff #Grenzen #Handlungssicherheit #Prävention


Ziel des Vortrags
Der Vortrag soll Teilnehmenden eine klare Orientierung geben, was sexuelle Belästigung ist, wo sie beginnt und warum sie häufig verharmlost oder missverstanden wird. Ziel ist es, Wissen durch Fakten und Beispiele zu stärken und typische Mechanismen wie Täter-Opfer-Umkehr, Bagatellisierung und Schweigespiralen sichtbar zu machen, sodass Betroffene entlastet und Außenstehende sensibilisiert werden. Die Teilnehmenden sollen Belästigung im Arbeitskontext und im öffentlichen Raum besser einordnen können, insbesondere im Zusammenspiel von Macht, Abhängigkeit, Gruppendruck und Unternehmenskultur. Darüber hinaus vermittelt der Vortrag konkrete Handlungsoptionen für Betroffene, Kolleg:innen und Führungskräfte: wie man sicher interveniert, wie man unterstützend reagiert, wie man dokumentiert und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Ein weiteres Ziel ist es, die Folgen sexueller Belästigung zu verstehen – psychisch, körperlich und beruflich – um die Relevanz von Prävention, Schutz und konsequentem Vorgehen zu unterstreichen. Am Ende sollen die Teilnehmenden mehr Sicherheit im Umgang mit dem Thema haben, ihre Rolle kennen und wissen, wie sie zu einem respektvollen, grenzachtenden Miteinander beitragen können.



Programmhighlights

  • Definition & Abgrenzung: Was ist sexuelle Belästigung – was nicht? (inkl. Grauzonen)
  • Daten & Fakten: Häufigkeit, Formen, typische Kontexte
  • Täter-Opfer-Umkehr: Muster, Sprache, Dynamiken – und wie man sie stoppt
  • Arbeitsplatz-Fokus: Machtgefälle, Abhängigkeiten, Teamkultur, „Witze“, Chat/DM, Firmenfeiern
  • Öffentlicher Raum: Catcalling, Anfassen, Nachstellen, Grenzen im Alltag
  • Einschreiten – ja/nein?: Risiken, Verantwortung, Grenzen der eigenen Sicherheit
  • Wie einschreiten?: konkrete Strategien (z.B. Ablenken, Unterstützen, Ansprechen, Hilfe holen)
  • Richtig reagieren, wenn jemand sich anvertraut: Do’s & Don’ts, Sprache, Haltung
  • Folgen sexueller Belästigung: Stress, Angst, Scham, Leistungsabfall, Rückzug, Vertrauen/Bindung
  • Prävention im Unternehmen: klare Regeln, Prozesse, Ansprechstellen, Trainingskultur


Zur Referentin: Elena Burgard-Artus

Elena Burgard Artus ist eine erfahrene Psychotherapeutin mit den Schwerpunkten Familien und Erziehungsberatung sowie der Begleitung in schwierigen Lebensphasen. Sie unterstützt Klient:innen und Paare dabei, ihre Beziehungen zu stärken und ihre Kommunikationsfähigkeiten auszubauen. Dank ihrer klinischen Erfahrung hilft sie in belastenden Situationen, den Blick auf eigene Ressourcen zu richten und Veränderungsprozesse zu initiieren.
Mit ihrer empathischen Art und einer potenzial sowie ressourcenorientierten Haltung begleitet sie Einzelpersonen und Familien dabei, nachhaltige Veränderungen anzustoßen und positive Beziehungsmuster zu etablieren.